Pfarrchronik von Petzenhausen

Kirchensiegel
aus dem 18. Jahrhundert
"Sigillum Parochiae Catholica Petzenhausen"

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Die Pfarrei und ihre Vorstände - Unter Abt Adalbert von Wessobrunn (1065-1110), also wahrscheinlich noch im 11. Jahrhundert, wird der Ort erstmals genannt, als Bertha, die Gemahlin Adalberts von Otingen, eines herzoglichen Ministerialen, Besitzungen, welche sie in "Bozinhusen (Hinweis1), Barolteshusen und Mahelberch" besaß, an das Kloster Wessobrunn vergabte (M. b. VII 340). Aus dieser Zeit wird auch ein Hartwicus de Bosinhusen als Zeuge genannt (a. gl. O.). Petzenhausen war demnach Sitz eines Edelgeschlechts, das wohl auch dem Orte seinen Namen gegeben hat. Noch um 1170 treffen wir einen Gotefridus de Pecenhusen (M. b. XXII 55) als Siegelzeugen. Aber schon im 13. Jahrhundert muß dieses Geschlecht erloschen sein. _ Unter Abt Waltho (1130-1156) erhält Wessobrunn von einem Edelmanne, namens Wernher, ein Predium in "Pasinhusen" (M. b. VII 346). 
Anno 1149 hören wir, daß Bischof Walther von Augsburg dem Kloster Wessobrunn 2 Teile des kirchlichen Zehents von Petzenhausen bestätigt, die schon sein Vorgänger Herimann (1096-1133) dem Kloster zugebilligt hatte (M. b. VII 383) und Papst Alexander III. konfirmierte 1179 diese Zuweisung (M. b. VII 385). 
Wessobrunn besaß aber in Petzenhausen nicht nur verschiedene Güter und 2 Drittel des Zehents, sondern auch den Kirchensatz (Recht der Pfarreivergebung, Patronat). Von den Gütern wurden dem Kloster in den Wirren der Zeit mehrere entfremdet. So erfahren wir, daß am 24. Juni 1192, als die Begräbnisfeier für Heinrich von Stouphen (Stoffen), einen sehr angesehenen und mächtigen Mann, welcher die Burggrafenstelle in Landsberg bekleidet hatte, vorüber war, Abt Sigibald vor dem ganzen hochansehnlichen Trauergefolge (Hinweis2) die Rückgabe der Mühle und eines Hofes in "Bozenhusen" forderte, da der Verstorbene dieselben dem Kloster, obwohl er dessen Vogt (=weltliche Schirmhalter) gewesen, entzogen habe (M. b. VII 367).

Nicht lange, nachdem Abt Sigibald (1171-1200) gewählt worden war, soll Heinrich, Pfarrer von Geretshausen, gebeten haben, ihm auch die Seelsorge von Petzenhausen und Bergen (=Oberbergen) beizulegen. Sigibald hätte diese Bitte gewährt und dabei den dritten Teil des Zehents sowie der sonstigen Einkünfte der Kirche "Pozenhusen" angewiesen (Leutner I 228) (Hinweis3). Seltsam und sicher auf bestimmten Ursachen fußend, erscheint es, daß wir im Jahr 1354 Ott von Eresing als Kirchherrn von "Pözenhausen", also in einer gewissermaßen vom Kloster unabhängigen Stellung, antreffen. Am 15. Juni (?) verkauften nämlich Oswalt, Dytreich und Ott, Kirchherr zu Pözenhausen, alle drei Söhne des verstorbenen Dytreichs von Eresingen samt Otylig, ihrer Mutter, Ann und Kathreyn, ihren Schwestern, verschiedene Besitzungen, darunter auch den Kirchensatz von "Wallishausen, Pezzenacker und Wabern", an das Kloster Polling. Es ist wohl der gleiche Ott von Eresing, den wir 2 Jahre später als Zeugen unter den Namen "Herr Ott zu Pötzenhausen der Tülleshauser" antreffen (Reichsarchiv, Landsberger Gerichtsurkunden, Walleshausen, Fasz. 1) und der 1370 als Kirchherr und Dechant zu Petzenhausen mit Walrab von Findingen, Kirchherr und Dechant zu Lannsperg an der Spitze der neugeründeten Herrenbruderschaft in beiden Kapitel steht (Reichsarchiv, Kl. Lit. V. Wessobrunn. Fasz. 1, und Leutner II 79).
Bis 1549 hören wir nun nichts mehr von Geistlichen Petzenhausens. In diesem Jahr ist dann die Rede, daß Ulrich Promer, Pfarrer in Pötzenhausen, den dritten Teil des Zehents und den Widem inne hat (R.U., Beschreibg. Der Pfarreien, Relig. Sachen, Nr. 31). 
Im Jahr 1569, am 4. September, wird vom Kloster auf die verwaiste Pfarrei der PriesterJohann Miller präsentiert (Ord. Archiv), der erst 1574 Poseß nimmt. Er wird wohl mit dem 1591 genannten Johann Molitor identisch sein. Miller war leider ganz ein Kind seiner Zeit (
Hinweis4) und resignierte endlich am 1. März 1607 wegen fortschreitender Altersschwäche die Pfarrei.
Nach seinem Abgange fand sich alles in üblem Zustande. Der Pfarrhof war ganz baufällig, der Widem "zu Dorf, Feld und Holz ziemlich ausgeödigt und abgeschlaipft". Da hatte der neue Pfarrer Johann Jungwirth einen harten Stand, zu dem er seinem Vorgänger jährlich noch 43 Gulden Pension zahlen mußte und sein Einkommen sich nur auf 200 Gulden belief (
Hinweis5). Das Ordinariat, an das sich Jungwirth wegen des notwendigen Pfarrhofbaues gewandt hatte, gab ihm zur Antwort, er solle nur bauen. Nach dem Zehentverhältnis müsse das Kloster an den Kosten zwei Teile, er selbst einen Teil bezahlen. Also verbaute Jungwirth über 200 Gulden. Als es aber ans Zahlen ging, da weigerte sich das Kloster, irgend etwas beizutragen und verwies auf den resignierten Pfarrer Miller, der an den baulichen Mängeln Ursache sei. Es mußten den auch die Erben desselben (Miller starb 1608) für einen Teil der Kosten aufkommen.
Jungwirth, sacerdotis filius (
Hinweis6) und daher von illegaler Geburt, war in frühester Kindheit nach Regensburg "verschickt" worden, hatte dort bei einem Domherrn gedient und nebenbei studiert, war dann in Jesenwang und Aufkirchen am Würmsee 7 Jahre als Cooperator und endlich neun Jahre als Pfarrer in Apfeldorf gewesen. Geschätzt und geliebt wegen seines ruhigen, friedfertigen Wesens übte er fast 24 Jahre die Seelsorge in Petzenhausen aus und starb hier am 19. August 1630. – Mit dem Landgerichte Landsberg hatte er mehrfach Streitigkeiten auszufechten, so 1625 und 1626, wo Landrichter Egloff ohne Konsens Eichen aus der Kirchenwaldung veräußerte, ein der Kirche gehöriges Gut verkaufte, ein anderes verstiftete (=verpachtete), die Kirchenpfleger 10 Tage einsperrte u. a. um den Nachlaß Jungwirths erhob sich ein lange dauernder, aber in Ursache und Verlauf merkwürdiger Streit zwischen weltlicher und geistlicher Gewalt. 
Sogleich nach Jungwirts Tode war der Dekan des Kapitels in Petzenhausen erschienen, hatte im Pfarrhofe obsigniert (
Hinweis7) und die Schlüssel an sich genommen. Aber auch das Landgericht Landsberg nahm das Obsignationsrecht für sich in Anspruch. Es stütze sich auf die zwischen Bayern und Salzburg nebst dessen inkorporierten Bistümern errichteten "Concordata bavarica", wonach die Verlassenschaften von Priestern, welche unehelicher Geburt waren, pro ratione fisci, d.h. zugunsten der Staatskasse eingezogen werden sollten. Nun hatte sich aber Augsburg diesem Übereinkommen nicht angeschlossen und als der Landrichter vom Dechanate die Schlüssel forderte, wurde vom Ordinariate bedeutet, daß solches Verlangen eine ungewöhnliche Anmaßung sei und der Dekan die Schlüssel nicht abgeben solle. Damit war der Streit fertig. Am 29. September kam der Gerichtsschreiber von Landsberg nach Petzenhausen. Er brachte nicht nur Frau und Sohn mit, sondern auch eine Tändlerin und 2 "Schergen" (=Gerichtsdiener). Nach dem durch einen Schlosser die Türen geöffnet waren, nahm er die Inventur vor, ließ die Gegenstände schätzen, wohnte zwei Tage im Pfarrhofe und zog dann wieder ab. Als Wächter und Besorger der Oekonomie wurden Benedikt Wilhalm und Georg Seitz von Petzenhausen aufgestellt. Eine Kutsche und 2 Pferde belegte der Gerichtsschreiber mit Beschlag und nahm sie mit. Der neu ernannte Pfarrer Balthasar Hainzeler, seit 1611 Pfarrer in Geretshausen, der freien Künste und Philosophie Magister, beschwerte sich am 4. November 1630 beim Ordinariate, das er nicht ausziehen könne, da alles verschlossen sei und die Sachen zugrunde gehen müssten. Das Ordinariat drohte nun dem Landrichter mit Exkommunikation. Dagegen protestierte Kurfürst Maximilian am 29. November 1630 mit eigenhändig gezeichneten Schreiben, in dem nochmals das Vermögen der aus "verdambter geburt" herkommenden Priester für den Fiskus beansprucht wurde. 
Am 6. Januar 1631 teilte der Landrichter dem Dekane mit, daß er am 8. nach Petzenhausen kommen werde, um Roß und Vieh zu verkaufen. Das Ordinariat wies hierauf den Dechant an, den Beamten in diesem Falle nochmals auf die angedrohte Zensur aufmerksam zu machen. Als dann der Landrichter wirklich kam und von dem kirchlichen Erlasse Kenntnis erhielt, zog er unverrichteter Dinge wieder ab und berichtete die Sache nach München. Nun erging von da ein ganz geharnischter Protest nach Augsburg. "So gehling verfahrt man doch in dergleichen Fällen nicht mit den Exkommunikationsmitteln und sollt es diesen Weg erreichen (ist wirklich dazu gekommen), daß man einem Benachbarten sein Herkommen und Gerechtigkeit ohn vorgehende gütliche Mittel also entziehen will, wird man sich durch solch unbilligen und ungültigen Exkommunikationsprozeß nit alsogleich schrecken lassen, sondern gebührende Gegenmittel hinwider gebrauchen müssen." An den Landrichter aber erging der Auftrag, daß er, auch wenn die Exkommunikation ausgesprochen würde, sich seines Amtes bedienen und den kurfürstlichen Befehl vollziehen solle. Jetzt suchte man in Augsburg doch der Sache die Schärfe zu nehmen und schlug am 22. Februar 1631 eine Vergleichstagfahrt vor. Bevor darüber aber eine Antwort erging, erschienen schon Landrichter und Gerichtsschreiber in Petzenhausen, nahmen alles auf und mit, Stiefel und Sporren, Betten und Gewand, Haus und Küchengeräte, "sogar den alten Nachtküttl, Nachthauben, Hundsgeisl, Hirschköpfl, samt den Fürhangen und Strosecken." Was man nicht mitnahm, wurde gleich an Ort und Stelle verkauft. Freilich, aus der Oekonomie konnte man nicht mehr viel herausschlagen, den hier hatte der Dekan, trotz der Wächter, schon so ziemlich ausgeräumt, um die dringlichsten Ausgaben und Gläubiger zu befriedigen. Als daher von Augsburg in München das Ansuchen gestellt wurde, es möchten die beschlagnahmten Sachen, bzw. der Erlös, herausgegeben werden, erklärte man in München, daß – ganz conträr – der Erlös "der vom Dekan ohn Fug verkauften Roß und Vieh auch bei 8 Scheffel Roggen", auszufolgen sei.
Wie der endliche Ausgang der Sache sich gestaltete, ist unbekannt. Wahrscheinlich haben die Zeitverhältnisse und der ausbrechende Krieg die beiderseits präsentierten Rechnungen quittiert.
Pfarrer Hainzeler hatte unter den geschilderten Verhältnissen sehr zu leiden und wurde in seinem Einkommen bedeutend geschädigt, da er die ihm verliehene Pfarrei wegen der Sperre nicht genügend bewirtschaften, auch den Pfarrhof nicht bewohnen konnte und sich mit Miete und Einlage der Feldfrüchte in fremde Städel begnügen mußte. Und doch waren diese Zustände gegen die nun folgenden noch erträglich zu nennen. Der Feind nahte und verheerte die Gegend. Schon 1632 wurde Hainzeler zweimal zu Flucht gezwungen. Auch 1633 entwich er vor den von Augsburg anrückenden Schweden nach Landsberg. Aber diese Stadt fiel am 20. April in die Gewalt der Torstensons und der arme Pfarrer wurde von der Feinden gefangen, gepeinigt, ranzioniert (= auf Lösegeld eingeschätzt) und da er nicht zahlen konnte und niemand für ihn einsprang, beim Abzuge mitgeschleppt. Es ist kein Zweifel, daß er auch in Feindeshand umkam, den er kehrte nicht mehr zurück (
Hinweis8). Schon im Juni, wo man "noch nicht bewusst, das der Pfarrer zu Petzenhausen todt", kam der Gerichtsschreiber von Landsberg nach Petzenhausen und arrestierte, was von der armseligen Hinterlassenschaft Hainzelers noch vorhanden war, "weil er auch ecclesiae filius, wie sein Vorgänger, gewesen."
Johann Hueber. Er war nicht vom Kloster präsentiert, sondern der Zeitwirren halber direkt vom Ordinariate selbst in provisorischer Weise aufgestellt worden und befand sich, wie er selbst sagte, "seit Viti", also seit dem 15. Juni 1633 in Petzenhausen. Wahrscheinlich war er durch den Krieg hierher verschlagen worden. Mit Johann Hainzeler, Pfarrer in Dettenschwang, dem Bruder seines Vorgängers, kam er bei der Abrechnung am Jahresschlusse in Streit, da ihm dieser den Vorwurf machte, er habe vieles heimlich verkauft, so 1400 Krautköpf auf dem Lech verführen lassen (jedenfalls nach Augsburg) und wenn er (Huber) sage, das Kriegsvolk hätte das Korn weggenommen, so sei das nicht wahr; man dürfe deshalb nur die Drescher fragen. Wir können aber nicht entscheiden, wo Recht und Unrecht lagen, aber die Not der Zeit läßt vieles entschuldigen uns es klingt sehr glaubhaft, wenn Huber klagt, er habe von St. Veit an in größter Not und Armut sowohl in der schwedischen als kaiserlichen Armati mit Leib- und Lebensgefahr wie nit weniger in schweren Krankheiten (!) sich allein von der Stol erhalten müssen, welche gar schlecht und wenig. Der Pfarrhof sei in- und auswendig samt dem Stadel ganz baufällig, kein Dill (=Bretterzaun) und Tor mehr da, ja auf dem Stadel nicht einmal ein First. 
Auch mit der Gemeinde stellten sich Unzuträglichkeiten ein. Diese beschwerte sich beim Dekan über Huber, "der doch für khainen Pfarrer noch wirklich ussgenommen ist", daß er bei Todesfällen das treffende Altarkorn und Altarbrot schon im voraus fordere, ansonst er den Körper nicht begraben wolle. 
Huber verantwortete sich dahin, daß er dies tun müsse, denn sonst habe und bekäme er nichts. Zwar gäben die armen gerne von ihrem Wenigen, aber die Reichen wollten nichts reichen. Es sei auch eine böse Gewohnheit unter den Leuten eingerissen gewesen, nämlich "daß ir vil ohn beicht und Kommunion mit Tod abgegangen" und hab er deshalb solchen Ernst gebraucht und niemand mehr begraben wollen, er hab denn vorher beicht und kommuniziert. Übrigens sei solches nit länger als ein oder zwei Stund urgiert worden. 
Diese Entschuldigung war allerdings sehr fadenscheinig und bestätigten die vier Ortsführer (Christoph Brunnmair, Jörg Rächer, Matheis Seefelder und Christoph Steer) sowie der Kirchprobst (Pfleger) Jörg Schwabbaur ausdrücklich die Klage der Gemeinde als wahr. Da man Huber auch vorwarf, er habe Petzenhausen zweimal in Feuersgefahr gebracht (
Hinweis9) und eine Besserung der Verhältnisse sich nicht absehen ließ, zog Huber es vor, gegen Ende Januar 1634 abzuziehen. Das Wohin ist unbekannt.
Nun präsentierte das Kloster am 11. Februar den Zacharias Langlmayr, der aber nur bis 23. Mai 1636 hier aushielt und in Kaspar Mayr, bisher Pfarrer in Unterigling einen Nachfolger fand. Mayr war 1585 in Landsberg geboren, hatte in Regensburg und Ingolstadt studiert und wird als gut und fleißig bezeichnet. Er pastorierte auf Anweisung des Ordinariats neben Petzenhausen auch drei Jahre und einige Wochen lang Geretshausen und Oberbergen. Aber die schlechten Einkommensverhältnisse und noch mehr der ganz miserable Zustand des Pfarrhofes, an dem Wessobrunn, trotz aller Bitten und Vorstellungen nichts richten ließ, führte dazu, das er 1640 auf die ihm verliehene Pfarrei Schwabhausen übersiedelte. Petzenhausen war verwaist. Am 7. September 1641 berichtete der Dekan, daß nun mehr wieder alle Pfarreien im Kapitel besetzt seien, nur Petzenhausen nicht, wegen seines Pfarrhofes. Auf vielfache Beschwerden der Gemeinde wurde jetzt das Kloster beauftragt, die Pfarrei wieder zu besetzen und den Pfarrhof wieder herzustellen, ansonsten Aresst über den Zehent verhängt würde. Das half wenigstens insoferne, als am 20. Mai 1642 Georg Khranzals Pfarrer präsentiert wurde. Auch die Reparatur des Pfarrhofes war zugesagt. Wie wenig aber dem Kloster ernst war, geht daraus hervor, daß am 3. März 1643 Khranz an den Dechant schrieb, er habe vom Kloster 6 Klafter "tenners" Holz (= Tannenholz), für das er a` 20 Kreuzer hätte zahlen müssen, angewiesen erhalten und 6 Schneidbäume, die er aber selbst schneiden lassen solle. Damit sei freilich noch gar nichts geholfen, denn, er könne mit den Brettern, die er daraus bekäme, nicht einmal den Boden im Stadl, vielweniger diesen selbst und Haus und Hof, so allenthalben offen stehen, einmachen. Auch das Dach sei ganz ruinos und regne es überall herein. – Dem Uebel half der wieder ausbrechende Krieg insoferne ab, als durch die vorrückenden feindlichen Armeen (Schweden und Franzosen) 1646 der Lechrain gründlichst verheert und – neben anderen Orten – auch ein Teil von Petzenhausen samt dem Pfarrhofe in Asche gelegt wurde (
Hinweis10)
Khranz, der beim Einfall geflohen war, hielt sich nach seiner Rückkehr längere Zeit kümmerlich in Miete auf, er baute aber dann (1649), als Wessobrunn zu Herstellung des Pfarrhofes keine Mine machte, ein eigenes Haus, daß er mit seinen Angehörigen bis zu seinem Tode bewohnte.
Khranz war in Eresing geboren, bemittelter Leute Kind und hatte in Augsburg studiert. Mit 25 Jahren kam er nach Petzenhausen. Er hatte seine Schwester und 2 Brüder bei sich, die ihm das Hauswesen und die Oekonomie besorgten, und wird als guter, fleißiger und exemplarischer Priester geschildert. Im Auftrage des Ordinariats versah er ecurrendo auch die Pfarrei Geretshausen, deren Pfarrhof 1646 ebenfalls niedergebrannt worden war, von 1647 bis 1662, also fast 16 Jahre lang, wie er sagt "Mit groß gehabter Mühe und Gfahr zu Kriegs-, Pest- (
Hinweis11) und anderen schweren Zeiten." 
Im Juni 1668 wurde Khranz, der seit 1666 auch das Dekana versah, plötzlich von so schlimmer Krankheit heimgesucht, daß man ihn – er war ein großer schwerer Mann – heben und legen mußte, und so verblieb es auch bis gegen Ende des Jahres. Am 23. Dezember abends 8 Uhr starb er und wurde am 26. In der Pfarrkirche beerdigt. 
Wegen Obsignation und Verlassenschaft gab es natürlich wieder Differenzen zwischen Dekanat und Landgericht, besonders da seitens der geistlichen Behörde die Obsignation ohne Benachrichtigung des Landrichters Pemler, der gerade beim Landtage in München weilte, vorgenommen worden war.
Während der Krankheit und Vakatur hatte Pfarrer Mausiel von Geretshausen die Pfarrei versehen; am 13. Januar 1669 präsentierte dann Wessobrunn den Matthias Praun (Braun), von Landsberg zu Hause, 27 Jahre alt. Da kein Pfarrhof vorhanden war, wohnte derselbe im Hause seines Vorgängers in Miete und nur nach vielen Bitten und Gesuchen, nach Aufträgen, Mahnungen und Drohungen, denen Entschuldigungen, Ausflüchte und direkte Weigerungen entgegen gesetzt wurden, konnte endlich erreicht werden, daß Wessobrunn zur Erbauung eines Pfarrhofes schritt. Mit welchem Eifer das geschah, geht am besten daraus hervor, daß der Pfarrhof, welcher ganz aus Holz hergestellt wurde, 1675 wohl im Rohbau fertig war, aber erst 1679 zur wirklichen Vollendung kam und daß es dann schon heißt: "Die Pfarrgebäude sind Regen und Wind sehr stark ausgesetzt und werden daher bald ruinös und reparaturbedürftig sein." Das Verhältnis zwischen Praun und seinen Parochianen war zuerst ganz gut und wird er "bonus et exemplaris sacerdos" genannt. Leider aber trat bald eine Aenderung ein. Die Ursache mochte ja größtenteils in Forderungen und Handlungen Prauns liegen, wie denn Dekan Schelle 1676 von ihm meldet, daß Praun ziemlich eigensinnig sie und sich durch fortwährende Klagen und Prozeßführungen bei seinen Schäflein sehr verhaßt gemacht habe. Es wäre "im vil rümlicher, wenns von seinen Predigen und nit durch weltliche Straf oder spot bekhert und fromber wurdten." 
Immerhin dürfen wir Praun nicht alle Schuld beimessen, denn manches mag von Hetzereien und dadurch erzeugter Böswilligkeit hergekommen sein und gerade die Aeußerung des Abtes von Wessobrunn, Praun sei in Eigennutz und zeitliche Sachen so vertieft, daß er sogar den armen Leuten das Almosenbrot entziehe und eignen Gewalts für sich behalte, darf, da Praun des Pfarrhofes wegen mit dem Kloster bittere Händel gehabt hatte, sehr vorsichtig aufgenommen werden (
Hinweis12). Immerhin erzeugten solche Zerwürfnisse sehr beklagenswerte Verhältnisse. 
Schon 1676 bat die Gemeinde, sie mit einem anderen "fromben geistlichen Seelsorger" zu versehen und 1679 wiederholten sie das Gesuch, da sie zu Praun "kein Lieb und Vertrauen" mehr hätten. Da aber der Erfolg auf sich warten ließ, steigerte sich die Erregung bis zu Drohungen, Kirchenboykott und Gewaltätigkeiten und als Praun die unvorsichtige Aeußerung tat, die Petzenhauser seien gar keinen Pfarrer wert, erwiderten sie, dann solle man ihnen einen Prädikanten (lutherischen Prediger) geben.
Die Verhältnisse schienen unhaltbar geworden zu sein und die kirchliche Behörde drängte auf eine Permutation (=Veränderung durch Tausch). Praun trat auch deshalb mit dem Pfarrer von Kleinkitzighofen in Unterhandlungen. Diese zerschlugen sich aber und man kann sagen, die letzten Dinge wurden nun ärger als die ersten. Am 18. Januar 1690 jammert Praun, daß die Sache von Tag zu Tag schlimmer werde. Er sei seines Lebens nicht mehr sicher. Man "frötze" (=weide) ihm die besten Felder ab, zerstöre ihm die Geräte, werfe nachts Scheiter gegen sein Haus und schlage ihm die Fenster ein. – Um so verwunderlicher ist es, daß Praun trotz alledem noch weitere fünf Jahre in Petzenhausen zubrachte. Erst am 19. Mai 1695 resignierte er "wegen vil erheblicher Ursachen, auch wegen leibskontitution als Schmerzen des Gries und Leibschaden" und übergab die Pfarrei an Kaspar Erhard, welcher für die Baufälligkeiten des Pfarrhofes, die Praun nicht gewendet, aufzukommen und dafür 1000 Gulden fristenweise zu zahlen versprach. 
Praun zog sich nun nach Landsberg zurück, wo er ein eigenes Haus besaß und starb hier am 18. November 1697 (Mortuarium). Mag. Kaspar Erhard, von Stadel gebürtig, war 25 Jahre alt, als er die Pfarrei bezog. Die Visitationsberichte nennen ihn "sedulus et exemplaris", d.h. fleiß- und musterhaft. 1702 kam er als Pfarrer nach Paar. 
Nun Matthias Vogl, vorher Pfarrer in Hagenheim, präs. 28. Februar 1702, 35 Jahre alt, hatte in Landsberg und Augsburg studiert. Kam in unruhiger, kritischer Zeit hierher, denn der spanische Erbfolgekrieg stand vor der Türe, dessen Ausbruch und Verlauf durch Qartierlasten, feindliche Einfälle, Plünderungen und Gewalttaten jeder Art schlimme Ereignisse für Petzenhausen und die ganze Umgegend brachte. Wieder, wie im dreißigjährigen Kriege, teilten Petzenhausen und Geretshausen das Schicksal, daß (am 31. Juli 1704) ein Teil des Ortes samt dem Pfarrhofe in Flammen aufging und dadurch die Seelsorger, welche vor den Feinden geflohen waren, obdachlos wurden. Zwar richtete man in Petzenhausen den Stadel und das zweistöckige Backofenhäusl, darin sich auch eine Badestube befand, wieder notdürftig her und Vogl fand darin mit Knechten und Mägden ein mehr als bescheidenes Unterkommen, dann geschah aber weiter nichts mehr, denn Wessobrunn weigerte sich beharrlich, nochmals ein Pfarrhaus zu bauen, wenn nicht der Pfarrer den dritten Teil der Kosten übernehmen würde. Obwohl Vogl klagte, daß er durch den Krieg in höchste Armut gekommen und nichts zu leisten imstand sei, mußte er doch, durch die Not gezwungen im Jahre 1708 für sich und seine Nachfolger einwilligen, jährlich 25 Gulden Reluition zu bezahlen, wenn das Kloster den Pfarrhof baue, und wurde dieses Uebereinkommen auch vom Ordinariat konfirmiert. 
Trotzdem geschah aber nichts und Vogl hatte noch weiterhin in der ganz unwürdigen und ungesunden Wohnung auszuharren. Erst 1722 heißt es, daß jetzt der Pfarrhof, mit Ausnahme der Pferdestallung, wirklich erbaut sei und Vogl das Drittel der Kosten mit 1200 Gulden in Jahresfristen von 25 Gulden zu zahlen habe. 1733 werden die Gesamtausgaben für alle Gebäudlichkeiten auf 4992 Gulden festgelegt. – Vogl wird als gelehrter und besonders in der Theologie beschlagener Mann gerühmt, der freilich in jüngeren Jahren wegen seiner anhaltenden Vorliebe für einen guten Trunk wiederholte Maßregelungen erfuhr. Mit seinem Vorgänger Erhard hatte er wegen übernommener Fristenzahlung Differenzen und auch ein späterer Nachfolger in Hagenheim, Matth. Müller, verklagte ihn Bausachen halber. Mit der Gemeinde scheint auch nicht alles schiedlich, friedlich abgegangen zu sein, was wenigstens folgendes Vorkommnis mutmaßen läßt: Am Magdalenentag (22. Juli) 1720 bewarfen spät abends mehrere aus dem Wirtshause heimkehrende Burschen den noch auf dem Friedhofe befindlichen Pfarrer mit Steinen, wodurch der selbe an der Wange eine stark blutende Wunde erhielt. Wegen dieser Tat wurde über die Haupträdelsführer am darauffolgenden Sonntag von der Kanzel aus die Erstkommunikation verkündet und erhielten sie erst nach Abbitte, Reue und Beicht die Absolution; der Friedhof aber mußte neu benediziert werden. – Erwähnenswert, weil von kunsthistorischem Interesse, erscheint ein Vorfall aus den dreißiger Jahren. Am 4. Dezember 1737 beschwerte sich Franz Xaver Schmutzer, Stuckator von Wessobrunn (
Hinweis13), beim Ordinariate, indem er ausführte, Pfarrer Vogl habe 1736 für die Frauenkirche in Petzenhausen einen Altar bestellt und habe er (Schmutzer) denselben auch mit seinen Gesellen gemacht und ausgesetzt. Die Rechnung für Farben, Materialien, Arbeitslöhne u.s.w. hätte 450 Gulden betragen, wovon jedoch noch 200 Gulden ausständig seien. Diese wolle nun Vogl nicht mehr bezahlen, sondern verlange eine Aenderung des Altars, verhindere aber solche dann mit Schmähworten selbst wieder. Vogl erklärte dagegen, Guttäter hätten das Altärl gestiftet und "angepfriembt", daß selbes nach einem gewissen Altärlein der Klosterkirche Wessobrunn, aber in anderer Form oder Stellung, gemacht werde. Die Säulen sollten nämlich nicht schräg einwärts und die Nebenbilder (Figuren) nach innen zu stehen kommen, sondern gegenteilig, was aber nicht geschehen sei. Auf Anfrage habe Schmutzer für den Altar 300 Gulden verlangt und gesagt, um jeden Preis werde er ihn so schön und zierlich elaborieren, daß jedermann sein Freude daran haben solle. Als ihm aber 250 Gulden bezahlt waren, sei er mit dem beim Aufstellen beschäftigten Gesellen davon, habe das Altärlein unausgemacht stehen lassen und 465 Gulden (jetzt 450 Gulden) begehrt. Vielleicht sei es eine Irrung von Schmutzer, weil er beim Ackord des Altars sich angeboten hatte, auch das Chorgewölb des Kirchleins mit Gips auszuzieren. Schmutzer solle nur das empfangene Geld herauszahlen, dann könne er seinen Altar wieder haben. – Im Fortgang des Streits ließ Vogl den Altar abschätzen. Dies erkannte aber Schmutzer nicht an, da der Schätzmann ein lediger Mensch und "niemalen kein Meister gewesen". Nun schlug Vogl den "Herrn Beichtmayr", Stuckator und Bürger in Augsburg und seinen Stuckator in Landsberg als Schätzleute vor. Beide aber entschuldigten sich. Der Dekan, um seine Meinung gefragt, erklärte, das kleine "Doggenwerkh" (=Puppen- oder Spielzeug) verdiene lang nicht soviel Kösten und Umständ. Keiner seiner Kapitulare möchte es um 200 Gulden und der Maler von Tölz, der erst neulich in Schwabhausen den Chor und die 2 Nebenaltäre gefaßt, habe gesagt, das Fratzenaltärchen in Petzenhausen mit seiner roten Hannenfarb (Hahnenfarbe) sei mit 300 Gulden nur gar zu wohl bezahlt, da doch der Choraltar in Schwabhausen, der ohne Vergleich viel größer, von mehrer Arbeit, Gold und Farben, vom Bildhauer 160 vom Schreiner 80, vom Maler 500, also im ganzen nur 740 Gulden gekostet und so ein stoccadorisches Kinderspiel komme mit Maler- und Bildhauerarbeit ebenso hoch, wo nit gar noch höher. Schmutzer solle nur warten bis der Stockator von Landsberg zurückkomme und seine Schätzung abgebe (Hinweis14). Das beste wäre für ihn ein Vergleich. 
Ueber den Ausgang des Prozesses sind wir leider nicht unterrichtet. Vogl, der auch die Unbilden des österreichischen Erbfolgekrieges durchzukosten hatte, starb am 19. Juni 1747 als Jubelpriester in dem hohen Alter von 81 Jahren. Vor seinem Tod behandelte ihn der Operateur und Chirurg Joh. Philipp Knecht von Augsburg, der dem an Altersbrand leidenden Greis noch das rechte Bein amputierte, was einen heftigen Disput mit dem Landgerichtsphysikus Dr. Winter in Landsberg hervorrief, da, wie dieser sagte, Knecht gar nicht gerufen gewesen und der Patient dazu noch falsch behandelt worden sei.
Vogl wurde auf seinen ausdrücklichen Wunsch in der Frauenkirche u. z. bei dem Altare des hl. Johann von Nepomuk, dessen besonderer Verehrer er gewesen und dessen Bild er gestiftet hatte, begraben. Dort ist in die Wand eine große Steinplatte eingelassen, welche neben den Daten auch eine von Vogl selbst verfaßte Grabinschrift enthält (
Hinweis15)
Nun Matthias Perckhoffer (Berghofer), präs. Am 3. Juni 1747, von Andorf gebürtig, 34 Jahre alt. Er war bevor er hierher kam, 4 Jahre in Schöffelting gewesen. Unter ihm und auf seine Anregung hin wurde im Jahre 1754 in der Frauenkirche zu Petzenhausen die Rosenkranzbruderschaft eingeführt, welche Antony Tafferner, verwitw. Kramer und Bürger in Bruck bei Fürstenfeld, mit 1000 Gulden fundierte. Berghofer, der 1773 auch zum Dekane gewählt wurde und die Würde eines apostolischen Notars bekleidete, war ein friedliebender Mann und ein eifriger, tüchtiger Seelsorger, welcher der Pfarrei zu dauerndem Segen gereichte. Er starb am 15. November 1779 morgens 1 Uhr und wurde in der Pfarrkirche beerdigt. Das Epitaph ist dortselbst an der linken Seite des Triumphbogens angebracht (
Hinweis16). In seinem Testamente stiftete Berghofer unteranderem für die Pfarrkirche eine neue Glocke (Hinweis17), zur Fassung des Hochaltars 200 Gulden, zu einem Jahrtage und zu Quatembermessen 250 Gulden, zur Rosenkranzbruderschaft 500 Gulden. Bernard Bayr, präs. am 29. November 1779, vorher 9 Jahre Pfarrer in Pitzling, von Schnaitach bei Hersbruck gebürtig. Er war schon ein kranker Mann, als er nach Petzenhausen kam, den am 4. Februar 1780 ersuchte er um Verschiebung der Investitur, weil er dem Blutsturz ergeben sei und starkes Gliederreißen habe. Zudem wären viele Kranke im Orte und die Fastenzeit nahe heran. Trotz seiner körperlichen Schwäche verlebte Bayr in Petzenhausen noch 19 Jahre und vielleicht wäre ihm eine noch längere Lebensdauer beschieden gewesen, wenn nicht 1796 die aufregenden Ereignisse und großen Unbilden der französischen Revolutionskriege eingetreten wären. (s. darüber "Landsperger Geschichtsblätter" von 1909, S. 36).
Am 16. November 1798, es war gerade ein österreichischer Offizier in der unteren oder neuen Stube des Pfarrhofes einquartiert, wurde Bayr kurz nach Mittag von heftigen Magenkrämpfen befallen, denen er, 62 Jahre alt, schon um 3 Uhr erlag. Er fand sein Begräbnis in der Pfarrkirche, wo ein Gedenkstein am Chorbogen rechts an ihn erinnert. Obgleich Bayr durch Quartiere u.s.w. vielen Schaden erlitten hatte, hinterließ er doch neben dem Mobiliare noch 5 Pferde, 10 Kühe, 2 Rinder, 70 Schäffel Getreide und 1345 Gulden bar. Joseph Lidl, der letzte vom Kloster Wessobrunn präsentierte Pfarrer in Petzenhausen (22. November 1798). Er war 1754 in Iffeldorf geboren und vor seiner Hierherkunft (seit 1794) Pfarrer in Hagenheim. Am 20. Januar 1803 erhielt er die landesherrliche Poseß. – Nach der Klosteraufhebung wurde der vom Staate übernommene Zehent (zwei Drittel) verpachtet. Bezüglich der Einferung ergaben sich aber mit den Pächtern Schwierigkeiten, um deren Abhilfe nicht nur Lidl, sondern auch die Pfarrer von Gerezhausen, Morenweis und Dettenschwang baten. – In Petzenhausen ließen sich Erkonventualen nieder, so Rupert Schmidhuber, Johann Rep. Tafferner, Uemilian Fischer, die im Pfarrhofe ihre Pension verzehrten und in der Seelsorge aushalfen (
Hinweis18)).
1829 wollte Lidl unter Beihilfe einiger ungenannten Guttäter ein Frühmessbenefizium stiften. Vorerst sollten jährlich nur 4 Frühmessen (Kirchweih, Peter und Paul, Rosenkranzfest und Allerseelen) gelesen werden und auch für den Armen- und den Schulfond je 50 Gulden anfallen. Das Kapital war zur Admassierung bestimmt, bis aus den Zinsen ein Benifiziat, der sich auch der Schule annehmen sollte, erhalten werden könnte. Regierung und Ordinariat hatten nichts einzuwenden, doch stellte die erstere eine förmliche Bestätigung erst bei Vorhandensein eines ausreichenden Fond in Aussicht. 1831 bestand das Kapital aus 761 Gulden. 
Da sich bei Lidl die Beschwerden des Alters sehr bemerkbar machten, wurde ihm 1830 ein Kaplan beigegeben. Als solchen erbat er sich den neu ausgeweihten Priester Alois Mayr, den er während des Studiums unterstützt hatte. Trotzdem aber wollte er 1832 den Hilfspriester (es war jetzt J.B. Rabuschin hier) wieder loshaben, da er (der 78-jährige Greis) noch, wie er sagte, "mit Leichtigkeit" seine pfarrlichen Verrichtungen machen könne. Diese Aeußerung war freilich nur ein Akt der Senilität, denn schon im nächsten Jahre (1833) sah sich Lidl, als zu allen geistlichen Funktionen unfähig, zur Resignation gezwungen, die ihm auch am 20. Februar 1834 genehmigt wurde. Er erhielt von seinem Nachfolger vollständig freie Verpflegung und Wohnung im Pfarrhofe, wo er am 17. November 1834 das Zeitliche segnete. Josef Rouille, geb. 1804 in Petzenhausen, war, bevor er hierher kam, Kurat und Schulinspektor am Strafarbeitshause zu Kaisersheim (Kaisheim) gewesen. 1835 verpachtete er die Widumsgründe auf 12 Jahre. 
Unter Pfarrer Rouille wurde Petzenhausen von einem großen Unglücke heimgesucht. Am Aschermittwoche (4. März) 1840 brach nachmittags ½ 2 Uhr im Anwesen des Bauern Widemann Feuer aus, daß bei heftigem Winde in kurzer Zeit 6 Bauernhöfe mit den Nebengebäuden, 3 Söldhäuser, den Pfarrhof mit Stadel und Stallung, die Mühle usw., im ganzen 23 Firste, in Asche legte. Auch die Pfarrkirche war in größter Gefahr, konnte aber noch gerettet werden, obwohl dabei sehr viel ruiniert wurde (
Hinweis19). Aus dem Pfarrhofe, der als vorletztes Gebäude niederbrannte, brachte man das Vieh und die Mehrzahl der Fahrnisse glücklich in Sicherheit. Trotzdem hatte Pfarrer Rouille großen Schaden, den er auf 2000 Gulden bezifferte. Eine Hilfskollekte, die für ihn bei der Diözesangeistlichkeit vorgenommen wurde, ergab die Summe von 397 Gulden 27 Kreuzer. Leider ging bei diesem Brande auch das gesamte Pfarrarchiv einschließlich der Matrikelbücher, zugrunde. – Der Wiederaufbau des Pfarrhofes führte zu längeren Verhandlungen. Am 24. Mai 1840 wurden die Pläne genehmigt, am 5. Juni mit dem Bau begonnen. Der Voranschlag war auf 13350 Gulden berechnet, davon das Aerar 2 Drittel, die Gemeinde 1 Drittel tragen sollte. Zuerst versuchte die Kirchenstiftung den Bau in Regie zu führen. Das ergab jedoch verschiedene schwerwiegende Mängel, weshalb eine Einstellung der Arbeiten erfolgte. Nun sollte der Weiterbau im Akkord erfolgen. Aber weder Maurermeister Danzer aus Landsberg, der den Pfarrstadel hergestellt hatte, noch Maurermeister Wolf von dort wollten sich darauf einlassen. Endlich (16. Juli 1842) gelang es der Bauinspektion Weilheim doch, mit Maurermeister Wolf abzuschließen und wurde, auf Anregung von Rouille, auch eine Änderung der Dachanlage vorgenommen. Die Vollendung des Pfarrhofes erfolgte 1844; wegen Aufbringung der Kosten seitens der Gemeinde, gab es aber noch viele Schwierigkeiten und Verhandlungen. – 1874 legte Rouille, der auch Dekan des Kapitels war, und seit 1873 die Würde eines bischöfl. geistl. Rates bekleidete, die Dechantenstelle wegen erreichten 70. Lebensjahres und Altersschwäche nieder und bat um einen Kaplan, den er in der Person des Priesters Johann Maier erhielt. Doch schon im nächsten Jahre mußte diesem, da Rouille nicht mehr fähig war, die amtlichen und seelsorgerlichen Geschäfte wahrzunehmen, die Führung derselben ganz übertragen werden. Rouille starb am 10. Juli 1875. - Nun (3. November 1875) kam Alois Mayr, 1821 in Blindheim geboren, seit 1859 Pfarrer und Distriktsschulinspektor in Untermaiselstein, nach Petzenhausen. Unter ihm und durch ihn erfuhr schon 1876 die Pfarrkirche eine durchgreifende, aber nicht sehr glückliche Restauration, deren Kosten sich auf rund 7000 Mark beliefen. – Pfarrer Mayr verschied sanft und ruhig am 10. November 1889 vormittags 10 Uhr.

Nach seinem Tode wurde Petzenhausen von Geretshausen aus wegen Priestermangels versehen und diese Vikarierung in Einvernahme mit der Kirchenverwaltung nicht nur bis 1. Februar 1891 aufrechterhalten, sondern auch vom Ministerium eine weitere Vikarierung genehmigt. Da man aber in Petzenhausen fürchtete, schließlich auf solche Weise die pfarrliche Selbständigkeit einzubüßen, bat die Gemeinde am 29. September 1892 um Wiederbesetzung, die dann endlich, nach wiederholten Eingaben im April 1894 genehmigt wurde. Hierher kam (10. Januar 1895) Joseph Singer,bisher Stadtkaplan und Benefiziumsvikar in Landsberg, geb. 1863 in Oberrohr. Derselbe trug sich längere Zeit mit dem Gedanken, in den amerikanischen Missionsdienst zu treten. Zu diesem Zwecke erhielt er anfangs Juni 1902 vom Ordinariate einen unbeschränkten Urlaub nach den Vereinigten Staaten, da wegen der damaligen Wirren die beabsichtigte Missionstätigkeit in Zentral-Amerika ausgeschlossen war. Anfangs Juni verließ Singer die Pfarrei Petzenhausen und traf Ende des Monats in Galveston ein (
Hinweis20).
Die Verwesung der Pfarrei führte Pfarrer Schäfer in Weil bis zur Wiederbesetzung, die am 4. September 1903 mit Johann B. Leibhamer erfolgte. Herr Leibhamer ist am 19. April 1866 in Wallerstein bei Nördlingen geboren und war, ehe er nach Petzenhausen kam, Pfarrer in Hirschbach, BA. Wertingen.

Hier enden die Aufzeichnungen des uns vorliegenden historischen Materials. Die Ergänzung mit zeitgeschichtlichen Material sind in der Chronik: 
04 - "Die Pfarrer von Petzenhausen" nachzulesen.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Pfarrchronik  -  Hinweise und Fußnoten

Hinweise (Fußnoten) 1-20:
1) Ort, wo sich die Häuser des Pozzo (Pezzo) befinden. Barolteshusen (Baretzhausen), ein abgegangener Ort bei Oberbergen, an den noch ein diesbezüglicher Flurname erinnert. Machelberg, Weiler bei Schwabhausen. (
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2) Es waren anwesend Herzog Ludwig der Strenge, die Bischöfe von Augsburg und Chur sowie eine sehr große Zahl Adeliger aus der Umgegend. 
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3) Nach den Patronen (Peter und Paul) muß Petzenhausen ein sehr alter Kirchort sein, der als solcher wohl in die Agilolfingerzeit zurückzuverlegen ist. 
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4) "Concub., rudis et totus temporalitibus deditus." 
(zurück zu Hinweis4)

5) Die Erträgnisse aus ca. 9 Juchart Aecker, die dritte Garb im Zehent, auch aus etlich Äcker, "die die Wadtschalen genannt werden", den Zehent allein, den kleinen Zehent ganz. – Lasten: 5 Gulden 42 Kreuzer 2 Pfennige Steuer und 1 Gulden Jägergeld. 
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6) Pater: Johann Jungwirth, simplex benefiziatus in Ramersdorf bei München. 
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7) Unter den Gegenständen des lebenden und toten Inventars befanden sich 4 Augenspiegel, Gambs- und Rehkrückl, leederne Hosen, Reitzeug, 5 Pferde 7 Kühe und ein Stier. 
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8) Auf einem Schreiben gegen Ende 1633 ist vermerkt: ... von wegen des gewesten Herrn Pfarrers zu Betzenhausen Mgri. Balth. Hainzelers, wellicher Laider verschiner außwerdts Zeit zur Landtsperg dem Feind als Schwedischen Soldaten in Irn Gewalt Ist khommen und zu besorgen, er werd Laider ybell von Ihnen tractiert Sein worden." 
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9) Interessant ist, was Hueber dagegen vorbrachte und erzählt: - Gerade das Widerspiel sei war. "Wie neulich erst 10 Reiter hier gewesen und durch das Dorf geritten, entfallt einem sein Mantel. Ein hiesiger Mann, Georg Albrecht, hat den selben haufgehebt und in sein Haus getragen. Der Reiter aber erwischt einen anderen Mann, namens Veit Schmelcher. Dem befiehlt er sein Pferd zu halten, weil nun der Reiter in des Georg Schwabbauern Haus zu kumen, entläuft der Veit Schmelcher, eilt der Pfarr (Pfarrhof) zu, sich darin zu Salvieren. Der Reiter ihm nach. Der Bauer aber verbirgt sich wider mein Wissen und Willen im Pfarrhof. Der Reiter zint ein Handtschob (Strohbüschel) an, will das ganze Dorf in Brand stecken. Ich nimb ihm das wieder, bitt ihn, er soll es nicht ton. Er zint ain andern an, zint in des Nikolaus Stebers Stadl zunegst am Pfarrhoff und Reit zum Dorff hinauß. Weiln die Nachbarn alle auß dem Dorff geflohen, hab ich allain Sambt mainen befraindeten und Veit schmelchers die Brunst mit gröstem wiln und hilffgeschray wider erloschet, dadurch Sonst das halbe Dorff wär im fuir aufgegangen, wan ich nit gegenwertig wäre gewesen. Und weiln ich so wohl in den Schwödischen als kaiserlischen Armat wie auch nit weniger Sonsten und teglichen und nächtlichen kriegsgefar Sowohl schwödisch als kaiserlisch, weil das Dorff nahet beim Lech und an der grenz ligt, weliche stündliche schildwachten gegen einander halten, verbliben und die hiesig Pfarr nit verlassen wie die anderen benachbarten Pfarrer, hab (ich) also durch mein eiffrige präsentativ (= Gegenwart) mein Pfarr von viln suins not, schlag blinderungen, grossen schäden und darumben auch Haiser und Städl erhalten, hab mich ehr Selbsten lassen außblindern, schlagen, bainigen, als das ich den ihrigen Treit (= Getreide) oder guet vermachet habe, weiln die andern Dörffern allen, da die Pfarrer geflohen Saind, Sy solihen gefarn haben leiden miessen. Bin aber dadurch in grosse armtey (= Armutei, Armut) geratten." Zum Schlusse bittet er die geistliche Oberbehörde, dieselbe möge doch veranlassen, daß ihm von dem noch gar reichen aber untreuen Georg Fehr (?) die geliehenen 1 ½ Metzen Altarkorn sowie die schuldigen 2 Reichstaler zurückgegeben und er (Hueber) auch von dem vermöglichen Seb. Fischer und der "dulla" schmelcherin in dieser seiner größten Not des Seinigen teilhaftig werden möge.(
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10) Die Pfarrkirche, welche den Flammen entging, wurde neuerdings ausgeplündert und entweiht. (
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11) Die Pest herrschte besonders 1650 hier und in der Nachbarschaft. 
(zurück zu Hinweis11)

12) Am 17. Februar 1687 schreibt Praun, er hätte Zeit seines Lebens nit zu mutieren gedacht, wenn er nicht vom Kloster und von den Bauern so übel traktiert worden wär. Das Kloster habe sogar die Bauern zusammen kommen lassen uns sie aufgefordert, alles zu sagen, was sie über den Pfarrer wüßten. 
(zurück zu Hinweis12)

13) Ueber Frz. X. Schmutzer, der "praecellens gypsator" genannt wird und 1775 starb, siehe Hager "Die Bautätigkeit im Kloster Wessobrunn", Oberb. Archiv Band 48, S. 438 und 504. 
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14) Es ist wohl sicher, daß dieser "Stockator" kein anderer war, als Landsbergs berühmter Baumeister Dominikus Zimmermann, der gerade zu jener Zeit den Bau der 1735 abgebrannten Stadpfarrkirche zu U.L.F. in Günzburg a. D. ausführte. 
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15) Dieselbe heißt: "Was wehe, was Plag, was Angst, was Klag, in 46 Jahren, da ich allhier als Pfarrer war, hab müssen vil erfahren, durch Krieg und Feur, in Haus und Scheur, auch andre große Plagen. Kein Zung im Mund recht aus dem Grund, es kunnte gnug aussagen. Johann von Nepomuk in seinem Gnadenschmuck hat mich allzeit erhalten, das Plagen all so vil zumahl Nit haben können gwalten. Drum ist allher zu seiner Ehr Sein Bildnis jetzt abgmahlen Mein Schuldigkeit noch in der Zeit In etwas zu bezahlen. Auch hab alldar bei seim Altar Gantz billich wollen haben, das nach mein Tod die Sell bei Gott, Mein Leib man soll begraben – Maria rein, laß mich dein sein In diesen deinem Tempel. Johannes mild, in deinem Bild wir thun nach deim Exempel. Ach frommer Christ, wer`d immer bist, mach auch ein rechts Vertrauen Zu Nepomuk gleich jetzt und ruck zu unser L. Frauen. Im Glück der Ehr, ja noch vielmehr Wirst haben gwiß gar (Freuden) Nach dieser Zeit in (Ewigkeit) Genieße Seligkeiten". 
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16) Die lateinische Inschrift lautet übersetzt: "Mathias Perchhofer, apost. Notar, 10 Jahre (!?) Dekan, geb. 6. August 1711 in Andorf, 15. November 1779, gestorben in Petzenhausen, dessen Kirche er nach der Schöffeldinger über 32 Jahre als Pfarrer vorstand und freigebig ausstattete, indem er dem Hochaltar neuen Schmuck gab, außer reichlichen Almosen an Lebende auch 750 Gulden stiftete für Lesung hl. Messen zum Troste der Verstorbenen. Er führte die Rosenkranzbruderschaft ein und läßt die große Glocke, welche er von seinem Gelde im Turme aufhängen ließ, dessen Andenken und Lob erschallen." – Der Stein wurde von Joh. Kaspar Pirckhl, Steinmetz in Schlehdorf gefertigt und kostete 71 Gulden 17 Kreuzer. Davon trafen auf den Stein samt "Waben" (= Wappen) und Kelch 24 Gulden, für 777 Buchstaben auszuhauen und zu vergolden a‘ 3 ½ Kreuzer=45 Gulden 17 Kreuzer, den Kelch zu vergolden 1 Gulden, das Wappen zu fassen 30 Kreuzer, für die Kiste auch 30 Kreuzer. –
Steinmetz Seb. Rothfelder in Landsberg erhielt für die 39 Buchstaben, welche er in die kleine Bodenplatte eingrub, a‘ 2 Kreuzer=1 Gulden 18 Kreuzer. 
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17) Es ist dies die mittlere der drei Glocken auf dem Turme der Pfarrkirche. Dieselbe wurde 1780 von dem kurfürstl. "Stuckleutnant und Hofstuck- und Glockengießer" Joh. Lorenz Krauß in München gegossen. Nach Aufschreibung (O.A) kostete selbe 1093 Gulden 45 Kreuzer und trafen davon 1020 Gulden auf 1224 Pfund Metall (a‘ 50 Kreuzer) einschließlich des Gußes, für Polierung von Bildern, Schrift und Laubwerk, dann Fuhrgeld 15 Gulden, für den Schwengel mit 59 Pfund a‘ 16 Kreuzer=15 Gulden 45 Kreuzer, für einen neuen Riemen 3 Gulden, für das Seil 5 Gulden. 
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18) Auf dem Grabstein Schmidhuebers mit schön geschmiedetem eisernem Kreuzaufsatze wird er P. Rupertus als höchst verdienter Prior, Archivar und Professor des Klosters Wessobrunn bezeichnet. Er war geb. 29. Dez. 1743 in Salzburg und starb am 4. Sept. 1803 in Petzenhausen "in parochiali domo hospes."
Tafferner (Dafferner), mit seinem Klosternamen Joseph, war Hyronimitenpriester, legte 1759 seine Profeß zu Schönbach in Niederösterreich ab, verweilte 1762 in Wien und war von 1771 bis zur Säkularisation als Chorregent im St, Annakloster in München tätig. Nach der Säkularisation lebte er in Mittenwald und berichtet am 8. Oktober 1809, daß er dort während des Krieges ausgeplündert wurde und nach München flüchten mußte, von wo er dann nach Petzenhausen, als seinem Heimats- und Geburtsorte, sich begab. Hier starb er am 29. März 1815, im 76. Lebensjahre. Seine Eltern waren Clemens und Rosa Tafferner. Die Gedenktafel Tafferners ist an der südl. Außenseite der Kirche eingemauert.
P. Uemilian Fischer versah längere Zeit (1829 bis 1831) für Pfarrer Lidl von Penzing die Pfarrei von Oberbergen. 
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19) Schon geriet der Dachstuhl der Sakristei in Brand und wurde teilweise zerstört. Die Kirchenfenster zersprangen durch die furchtbare Hitze; das außen angebaute Kanzelstiegenhaus löste sich von der Mauer; Dachung, Gewölbedecke, Emporen und Turmstiegen wurden schwer beschädigt. Kopfloses Ausräumen vermehrte den Schaden. Man brach nicht nur Altäre und Kanzel ab und schleppte ihre Teile mit den Kirchenstühlen und dem Sakristeikasten ins Freie sondern riß auch die Orgel nieder, welche nachher durch den Orgelmacher P.P. Hörmüller in Landsberg ganz neu hergestellt werden mußte. 
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20) Auf ausdrücklichen Befehl Bischof Maximilians vom 25. Februar 1904 kehrte Herr Singer wieder in den Seelsorgendienst der Diözese zurück und wurde zuerst Pfarrvikar, dann Pfarrer in Althegnenberg. Ab September 1909 hatte er die Pfarrei Diepolz, BA. Sonthofen, inne. (Nach eigener Mitteilung). 
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